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Ein Beruf mit guten Berufsperspektiven!


"Es ist toll, anderen Menschen in schwierigen Lebens- und Krankheitssituationen helfen zu können.

Als zukünftige/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in pflege und berate ich hilfsbedürftige Menschen und ihre Angehörigen bei der Bewältigung von krankheits- und lebensbedingten Belastungen. Im Berufsalltag bedeutet das, sich täglich auf neue Menschen in besonderen Lebenssituationen - zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall oder nach einem Herzinfarkt - einzustellen und sie professionell zu versorgen."


(Nora, 22, angehende Gesundheits- und Krankenpflegerin).



Berufsbild

Pflege ist ein eigenständiger, menschennaher Beruf. Pflegende begegnen Menschen in unterschiedlichen Pflege- und Lebenssituationen sowie Lebensphasen. Sie unterstützen sie bei dem, was sie nicht mehr können, leiten sie zum selbständigen Umgang mit den Pflegeproblemen an und begleiten sie bei der Bewältigung der Situation von Krankheit und Pflegebedürftigkeit.
Als zukünftige /r Gesundheits- und Krankenschwester /-pfleger arbeiten Sie mit Menschen, die Gesundheitsprobleme, bzw. –einschränkungen haben. Sie beraten und leiten die Patienten und ihre Bezugspersonen an und unterstützen diese. Daneben stellt die Mitwirkung bei der medizinischen Diagnostik und Therapie ein wichtiges Aufgabengebiet der Gesundheits- und Krankenpflege dar. Die Pflegehandlungen erstrecken sie über alle Lebensphasen des Menschen und sind sowohl vorsorgend im Rahmen der Gesundheitsförderung, als auch kurativ (heilend), rehabilitativ (wiedereingliedernd) oder auch palliativ (lindernd) ausgerichtet. Neben der fachlich und technisch korrekten Durchführung von Pflegemaßnahmen steht vor allen der Beziehungsaspekt zum erkrankten Menschen im Vordergrund. Pflegekräfte benötigen ein hohes Maß an sozialer und persönlicher Kompetenz, da die Kommunikation mit den Patienten und ihren Bezugspersonen einen großen Teil der Berufsrolle darstellt.
Neben diesen Tätigkeiten arbeiten Gesundheits- und Krankenschwestern /-pfleger heute in der Gesundheitspflege, z. B. im Bereich der Gesundheitserziehung, Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsnachsorge. Die Pflegekräfte haben hier die Aufgabe, beim Patienten das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise zu wecken. Hier spielt die Beratung des Patienten und Angehörigen eine wichtige Rolle.


Aufgaben/Tätigkeiten

Gesundheits- und Krankenschwestern/-pfleger leisten durch ihre Tätigkeit einen bedeutenden Beitrag in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Diese Aufgabe wird aufgrund der zukünftigen Alterstruktur der Bevölkerung in ihrer Bedeutung wachsen. Neue Aufgabenfelder werden in den nächsten Jahren zunehmend für Gesundheits- und Krankenschwestern/-pfleger entstehen und bieten zukünftig vielfältige Berufsperspektiven.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
  • Unterstützung der Patienten bei der Körperpflege
  • Assistenz bei diagnostischen Untersuchungen
  • Fachgerechte Lagerung bewegungsunfähiger Patienten
  • Patientenbeobachtungen
  • Dokumentation ärztlicher Verordnungen
  • Verabreichung von Medikamenten nach ärztlicher Anweisung
  • Verbände anlegen
  • Durchführung der Wundversorgung
Gesundheits- und Krankenschwestern/-pfleger sind ein Bindeglied zwischen Patient und Arzt. Sie arbeiten im interdisziplinären Team mit Ärzten, Therapeuten, Psychologen und Diätassistenten.


Tätigkeitsfelder

Die typischen Einsatzbereiche der Gesundheits- und Krankenschwestern/-pfleger sind:
  • Fachabteilungen in Allgemeinkrankenhäusern, Fachkrankenhäusern (beispielsweise für Psychiatrie), Sanatorien und Rehabilitationseinrichtungen
  • ambulante Pflegedienste
  • Rehabilitationskliniken
  • Hospize
  • zunehmend Einrichtungen im Rahmen der Gesundheitsberatung
  • Dialysezentren
  • Pflegeheimen, Altenheimen und Hospizen
  • bei allgemeinen oder spezialisierten ambulanten Pflegediensten
  • Manche Gesundheits- und Krankenschwestern/-pfleger arbeiten auf selbstständiger Basis als Pflegeberater oder sind beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), in Beratungsstellen, Gesundheitsämtern, Pflegestützpunkten und bei Kranken- oder Pflegekassen in beratenden oder gutachtenden Funktionen tätig.
  • Im Case Management erstellen sie Hilfspläne und verknüpfen in der Übergangspflege ärztliche Betreuung, pflegerische Versorgung, soziale Unterstützung und die hauswirtschaftliche Hilfe.
  • Ebenso können Sie als verbeamtete Gesundheits- und Krankenschwestern/-pfleger in Vollzugskrankenhäusern und Krankenstationen in Justizvollzugsanstalten arbeiten.

Berufseignung

Wenn Sie sich für einen Beruf in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege interessieren, sollten Sie bestimmte Neigungen und Interessen mitbringen. Wenn Sie einige der nachfolgenden Neigungen bejahen, sollten Sie sich bei uns bewerben!
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Interesse an medizinischen Sachverhalten
  • Interesse an technischen Geräten
  • Kommunikationsfähigkeit (z.B. mit Patienten, Angehörigen, Kollegen)
  • Zuverlässigkeit
  • Belastbarkeit und Stabilität
  • Bereitschaft, für sich selbst und für andere Verantwortung zu übernehmen
  • Engagement und Eigeninitiative
  • Toleranz und Respekt gegenüber Menschen mit anderen Einstellungen, Lebensformen und Nationalitäten.

Berufsperspektiven

Im Bereich der Krankenpflege haben sich in letzter Zeit zahlreiche Änderungen ergeben. So wird heute verstärkt mit ärztlich-medizinischen, therapeutischen, sozialen und seelsorgerischen Diensten zusammen gearbeitet. Zudem erfordern neu entwickelte Arbeitsfelder, die Weiterentwicklung in der Medizintechnik sowie Reformen im Bereich des Gesundheitswesens eine ständige Weiterbildungsbereitschaft.
Um berufsspezifische Kenntnisse zu erweitern oder sich auf ein bestimmtes Aufgabenfeld zu spezialisieren, ist die regelmäßige Teilnahme an Lehrgängen und Kursen, zum Beispiel im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, der ambulanten Pflege, der Geburtshilfe und Entbindungspflege, der EDV sowie zu Notfällen im Pflegebereich empfehlenswert.
Bestimmte Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten können den Weg zu einem beruflichen Aufstieg ebnen. In der Regel sind dafür einige Jahre Berufserfahrung erforderlich. Hier bieten sich zum Beispiel folgende Weiterbildungsmöglichkeiten an:
  • Pflegeprozess - Pflegeplanung und Dokumentation
  • Gemeindepflege, Sozialstation, Haus- und Familienpflege, Ambulante Pflege
  • Rettungsdienst, Versorgung bei Notfällen, Erste Hilfe
  • Geburtshilfe, Entbindungspflege - fachübergreifende Weiterbildungen
  • Lehrtätigkeit/Leitung an Krankenpflegeschulen u. ä. Einrichtungen
  • Pflegedienstleitung in Krankenhäusern, Altenpflege u. ä. Leitungsfunktionen
  • EDV im Gesundheitswesen, in der Medizin und Pharmazie
  • Techniker/in Kardiotechnik
  • Fachwirt/in Alten-, Gesundheits- u. Krankenpflege
  • Fachkrankenschwester/-pfleger Intensivpflege
  • Fachkrankenschwester/-pfleger Anästhesie/Intensivmedizin
  • Fachkrankenschwester/-pfleger Gerontopsychiatrie
  • Fachkrankenschwester/-pfleger Onkologie
  • Hygienefachkraft
  • Qualitätsmanager im Gesundheitswesen
  • Wundmanager
  • Fachkraft zur Leitung einer Funktionseinheit (z. B. Stationsleitung)
  • Praxisanleiter
Wer über die erforderliche Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann auch ein Studium in Betracht ziehen. Für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen kommen zum Beispiel folgende Studiengänge in Betracht:
  • Dipl.-Pflegepädagoge/-pädagogin (FH)
  • Dipl.-Pflegewirt/in (FH)
  • Arzt/Ärztin (Uni)
  • Fachwirt in der Alten- und Krankenpflege
  • Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen
In einigen Bundesländern können besonders qualifizierte Berufstätige mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Berufserfahrung auch ohne Hochschulzugangsberechtigung ein Studium beginnen. Die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen werden landesrechtlich geregelt.


Selbstständigkeit im Beruf

Mit entsprechender Berufserfahrung bietet sich Gesundheits- und Krankenpflegern und -pflegerinnen die Möglichkeit, sich zum Beispiel mit Leistungen der Grundpflege selbstständig zu machen. Mit zunehmender Nachfrage nach ambulanten Pflegeleistungen bietet sich beispielsweise eine freiberufliche Tätigkeit im Bereich des ambulanten Pflegedienstes an.
Vor dem Schritt in die Selbstständigkeit sollte man sich gründlich beraten lassen, beispielsweise bei den Beratungsstellen der Kammern, Agenturen für Arbeit, Kommunalverwaltungen und sonstiger Träger, die Informationen vielfältiger Art anbieten.


Verdienstmöglichkeiten

Das Einkommen der Gesundheits- und Krankenschwestern und –pfleger ist wesentlich von deren Erfahrungen, Kenntnissen und späteren Zusatzqualifikationen abhängig. Die Gehälter differieren nach Region, Arbeitgeber und speziellen Dienstzulagen.
In der Regel kann man sich jedoch daran orientieren, dass ein Bruttoeinkommen zwischen 2300 bis 3100 Euro im Monat liegt.