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Hebamme – ein Beruf für Sie?

Hier erfahren Sie wichtige Informationen zum Beruf!



Berufsbild

Der deutsche Hebammenverband beschreibt den Beruf der Hebamme wie folgt:

„Dem Ursprung nach ist Geburtshilfe eine solidarische Hilfe, die sich Frauen gegenseitig leisten. Heutige Hebammen sind Fachfrauen rund um die Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach und verstehen sich als Fürsprecherinnen der schwangeren und gebärenden Frauen. Eine achtsame Betreuung vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ist ein gesellschaftlich relevanter Beitrag zur Frauen- und Familiengesundheit: Denn durch eine kompetente Hebammenbegleitung wird das zukünftige, gesundheitliche Wohlergehen von Mutter und Kind gestärkt.“ (DHV, 2009)

Der Hebammenberuf ist traditionell ein Frauenberuf. Immer schon haben Frauen anderen Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett hilfreich und fürsorglich zur Seite gestanden. Seit 1985 ist der Beruf auch Männern mit der Berufsbezeichnung Entbindungspfleger zugänglich.

Die Hebamme betreut, berät und überwacht Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett, sowohl bei Hausgeburten, im Geburtshaus oder in einer Klinik. Dies beinhaltet auch die eigenverantwortliche Durchführung der Geburt, die Erstversorgung des Neugeborenen, das Erkennen von Auffälligkeiten und die rechtzeitige Hinzuziehung eines Arztes sowie das Ergreifen von Notfallmaßnahmen, wenn medizinische Hilfe fehlt.


Aufgaben/Tätigkeiten

Die Aufgabenbereiche der Hebamme umfassen die Betreuung und Begleitung von Frauen und Familien schon von der Phase der Familienplanung, während der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbettes einschließlich der Betreuung der jungen Familien bis zum Abschluss der Stillzeit. Hebammen leisten dabei durch ihre Tätigkeit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsförderung und Gesundheitsberatung. Dadurch haben sie einen großen Einfluss auf die Gesundheit von Frauen, Müttern, Kindern und Familien. Die Hebamme erfüllt wichtige Aufgaben in der Gesundheitsberatung und -erziehung. Die Arbeit umfasst neben der Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft auch Gebiete der Gynäkologie, der Familienplanung und der Säuglingspflege.

Die Tätigkeiten einer Hebamme lassen sich nach folgenden Schwerpunkten gliedern:

  • Schwangerenvorsorge
  • werdende Mütter während der Schwangerschaft selbstständig betreuen
  • Neugeborene selbstständig versorgen
  • Geburtsvorbereitungskurse
  • Selbstständige Leitung einer Geburt
  • Schwangeren- und Mütterberatung
  • Vorsorgeuntersuchungen selbstständig durchführen
  • Gesundheitliche Aufklärung
  • Überwachung und Betreuung der Wöchnerin
  • Wochenpflege, Nachsorge und Neugeborenenpflege selbstständig durchführen
  • junge Mütter in Säuglingspflege sowie der eigenen Pflege unterweisen
  • Sprechstunden abhalten, Familienplanungsberatung


Tätigkeitsfelder

Die Hebamme erfüllt wichtige Aufgaben in der Gesundheitsberatung und -erziehung. Die Arbeit umfasst neben der Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft auch Gebiete der Gynäkologie, der Familienplanung und der Säuglingspflege.

Die Einsatzgebiete von Hebamme sind sehr unterschiedlich. Zum einen besteht die Möglichkeit als Hebamme in einem Krankenhaus, also klinisch tätig zu sein. Zum anderen bietet sich den Hebammen auch außerklinisch ein umfangreiches Tätigkeitsfeld. Die Betreuung und Vorsorge von schwangeren Frauen in einer eigenen Praxis, die Begleitung von Hausgeburten oder auch Beleggeburten, die Arbeit in einem Geburtshaus oder als Familienhebamme sind nur einige dieser Tätigkeiten. Auch in anderen Institutionen, wie dem Gesundheitsamt oder Familienberatungsstellen können Hebammen tätig werden.


Berufseignung

Wer den Beruf der Hebamme ergreifen möchte, sollte folgende Eigenschaften und/oder Interessen mitbringen:

  • Kommunikatiove Kompetenz
  • körperliche Einsatzfähigkeit
  • Geduld
  • Empathie
  • manuelle Geschicklichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • gute Beobachtungsgabe
  • Verantwortungsbewusstsein.
  • Teamfähigkeit


Berufsperspektiven

Nach der Ausbildung bietet sich den Hebammen durch ein umfangreiches Weiterbildungsangebot, die Möglichkeit sich umfassend fortzubilden und ihre Angebote in den einzelnen Aufgabenbereichen entsprechend zu erweitern.

Auch die akademische Laufbahn steht den ausgebildeten Hebammen als Möglichkeit zur Verfügung. Durch ein Studium im Studiengang Midwifery an der Hochschule Osnabrück erhalten sie den Abschluss des Bachelor of Sience in Midwifery. Bereits während der Ausbildung gibt es an einigen deutschen Hebammenschulen (auch an unserer Schule), die Möglichkeit ausbildungsbegleitend Seminare an der Hochschule Osnabrück zu besuchen, die in einem späteren Vollzeitstudium angerechnet werden.
(Mehr Informationen dazu unter http://www.wiso.hs-osnabrueck.de/mw-bsc.html)

Weitere Möglichkeiten sind Studiengänge aus den Bereichen Public Health, Gesundheitswissenschaften, Pflege- oder Medizinpädagogik, mit einer anschließenden Beschäftigung in den sich daraus ergebenden beruflichen Tätigkeitsfeldern.

Seit 2008 bietet die Hochschule Osnabrück mit dem Studiengang Midwifery den Hebammen die Möglichkeit einer akademischen Laufbahn in ihrem Beruf. Voraussetzung dafür ist zum einen eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur/ Fachhochschulreife oder eine staatlich anerkannte Fachweiterbildung oder eine gleichwertige Vorbildung, z. B. Immaturenprüfung) sowie einen Ausbildungsplatz zur Hebamme an einer mit der Hochschule Osnabrück kooperierenden Hebammenschule oder eine abgeschlossene Berufsausbildung als Hebamme oder Entbindungspfleger (Anerkennung als Hebamme) und eine erfolgreich absolvierte Einstufungsprüfung.